Kaiser oder Gott

 – Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist, und Gott was Gottes ist. –
Die christliche Gemeinde ist eine Struktur aus intelligenten Wesen; geschaffen von Gott. Jesus traut dem einzelnen Menschen zu, unterscheiden zu können, wo sein Geld den besten Nutzen bringt:

  • Freunde in der Mission in Peru unterstützen
  • für den Neubau der eigenen Gemeinde spenden
  • einer Nichte das Studium zahlen
  • christliche Hilfswerke fördern
  • laufende Kosten der eigenen Gemeinde decken.
  • einen Pfarrer im Sportdienst berücksichtigen
  • einer bekannten Familie in der Notlage helfen
  • christliche Medien fördern

Leider fordern einige Zehntenprediger, zuerst das eine Gemeindekonto zu berücksichtigen. Das sichert den Wohlstand des Predigers und das Prestige seiner Gemeinde.

Für all die anderen guten Dinge bleibt kein weiteres Geld übrig. Verbissen auf einen aus dem Zusammenhang gerissen Vers (Maleachi) folgt er dem Mammon. Er argumentiert nach einzelnen Buchstaben wie die Pharisäer. Der Prediger will nicht nur das Gute in der Welt.
Er will  seine eigene Versorgung sichern und Prestige für seinen Job.

Diese Art und Weise lässt sich leider nicht mit dem Leben Jesu (wie in den 4 Evangelien berichtet wird) überein bringen.

Entdecken wir doch endlich die Freiheit und Gnade. Gott möchte freie Menschen haben und kein neues Joch…

Wie du mir, so Gott dir

Wohlstandsprediger behaupten:

Der Glaube ist eine Transaktion.

Erst muss gesät werden, vorzugsweise in Form von Kreditkartenüberweisungen, dann darf geerntet werden – Gesundheit, Wohlstand, Ruhm. Ihre Botschaft an den naiven Spender lautet:

“Wie du mir, so Gott dir”

“Wie du mir, so Gott dir”. Dieses Zitat stammt aus Markus Spiekers neuem Buch (ISBN-10: 377515504X; ISBN-13: 978-3775155045). Das Lesen wird sich lohnen, anbei ein Kurzbeschrieb:

Markus Spieker zeigt in brillanter Weise auf, wie verkorkst und weit weg vom eigentlichen Kern des Evangeliums unser Denken vielfach ist. Ehrlich und unverblümt vermittelt er Aha-Erlebnisse, die manche dankbar aufnehmen, andere aber energisch zurückweisen werden. Selten hat ein Autor seinen Mitchristen so pointiert den Spiegel vorgehalten. Keine leichte, aber extrem leicht lesbare Kost, die für reichlich Diskussionsstoff sorgen wird.

In Idea, Ausgabe 34/2013, erschien bereits ein Auszug als Leseprobe.