Johannes Wirth

Wirth und die Liebe

Mit 16 Jahren lernt Erika Wirth ihren heutigen Mann Johannes kennen, mit 20 heiratet sie ihn. Doch vor ihrem Jawort geht die Beziehung zwei Mal in die Brüche.

Unter anderem weil er glaubt dass es noch bessere Frauen gebe. Er schaut sich nach anderen Frauen um und sie schaut zu. Er lässt sich auf verschiedene Affären ein und sie schaut zu. Was löst dies in einer Frau aus?

Auf einigen christlichen Internetseiten1) 2) 3) ist die Geschichte zu finden, dass die junge Ehe der Wirths unter der Eifersucht von Erika litt. Als Ursache der Eheprobleme wird einseitig die Eifersucht von Erika genannt.

Anstatt die die Gründe für die Eifersucht zu durchleuchten, wird die Eifersucht als krankhaft betitelt. Und was krankhaft ist, das kann geheilt werden.

Und diese Heilung wird schliesslich als Wunder zelebriert.

Wie sehr liebt ein Mann seine Frau, der sie in einer Beziehungspause bei seinen Affären zusehen lässt, um dann nachher ihre Eifersucht als krankhaft zu bezeichnen?

Zumindest glänzt der Protagonist nachher mit einer tollen Heilungsgeschichte…

Es zeigt sich immer wieder, dass Biographien gebogen werden, um dem grösstmöglichen Effekt beim Publikum zu erzielen, vgl.4).

Quelle 1), 2), 3), 4)

Wirth und der Umgang mit Kritik

Der Prediger Johannes Wirth erfährt Kritik bei einer Stockwerkeigentümerversammlung. Der Vorwurf der Kritik, so sagt Prediger Wirth selbst, ist Vetterliwirtschaft. Was so verniedlichend klingt meint Begünstigung, Bevorzugung, das Fehlen von Transparenz.  Die Versammlung hatte letztendlich dem Vorschlag von Prediger Wirth mehrheitlich zugestimmt.

Anstatt nun zu hinterfragen, ob der Vorwurf berechtigte Elemente enthält, wird der Kritikäussernde als Negativbeispiel in einer Predigt eingeflochten. Gelinde gesagt ist dies Bashing. Ein Bashing das sagt: Kritisiere mich nicht, sonst bist Du der nächste!

Hörprobe

Quelle: http://www.gvc-winterthur.ch/Mediacenter
File : 2013-11-03 Eusi Chile.mp3