Gott gab mir Flügel

Ihre Anhänger möchten in das Reich Gottes investieren, und die Prediger bauen mit dem anvertrauten Geld ein Imperium, welches hautsächlich sie selbst versorgt.

Die folgenden Zahlen stammen aus dem am 17. Januar 2013 veröffentlichten Bericht des US-Wirtschaftsmagazin “Forbes” aus New York. Achtung Humor: Die Sätze wurden den Predigern in den Mund gelegt und karikieren den genannten Bericht!

Romildo Ribeiro Soares - International Church of the Grace of God - Privatvermögen: $125,000,000

Valdemiro Santiago - Universal Church of the Kingdom of God - Privatvermögen: $220,000,000Sonia und Estevam Hernandes Filho - Reborn in Christ Church - Privatvermögen: $65,000,000

Silas Malafaia - Assembly of God-Victory In Christ Church - Privatvermögen: $150,000,000

Edir Macedo - Universal Church of the Kingdom of God - Privatvermögen: $950,000,000

 

Fragen die bleiben:

Gibt es diese exzessive Abzocke durch religiöse Führer nur auf fernen Kontinenten?

Was unterscheidet deren evangelikale Theologie von der europäischen evangelikalen Theologie hier in der Schweiz?

Antworten gerne an Info@DerZehnte.ch

Der Zehnte als Provision

Es ist Herbst, und viele unabhängige Makler bieten ihre Dienste an:

„Möchten sie 5.000,- CHF bei ihren Versicherungen sparen? Sind sie krankenversichert?“

So oder so ähnlich könnte das Telefonat beginnen. Letztendlich läuft es darauf hinaus, das der unabhängige Makler/Vermittler einfach die Versicherung empfiehlt, die ihm selbst die grösste Provision einbringt. Der Nutzen vom Endkunden ist dem unabhängigen Makler recht egal. Wie sonst wäre erklärbar, dass ein Makler bei verschiedenen Personen mit den verschiedensten Bedürfnissen immer die gleiche Versicherungsgesellschaft als für den Kunden beste Lösung verkaufen will:

Groupe Mutuel. Ohne hier ein Bashing starten zu wollen. Eine Bekannte machte die gleiche Erfahrung und bekam die gleiche Empfehlung. Und im Internet finden sich auch ähnliche Erfahrungen:

  

Ein seriöser Makler wird dem Kunden gleichzeitig verschiedene Offerten aus der unten stehenden Krankenkassen-Liste unterbreiten:

Aerosana, Agilia (KK Malters), Agrisano, Aquilana, Atupri, Avanex, Avenir, Carena, Compact, Concordia, CSS, Easy Sana Krankenversicherung AG, EGK Krankenkasse, Galenos, Groupe Mutuel, Helsana, Hotela, Innova, Intras, KLuG, KMU-Krankenversicherung, Kolping Krankenkasse, KPT-CPT, Maxi.ch, Moove Sympany, Mutuel Krankenversicherung AG, Philos Krankenversicherung AG, Progrès, Provita, Publisana, Rhenusana, Sana-Top, Sana24, Sanagate, Sanitas, SanSan, SLKK, Sodalis, Sumiswalder KK, SUPRA, SWICA, VISANA, Vivacare, VIVAO SYMPANY, Wincare

Ein unseriöser Makler bietet nur eine oder wenige Krankenkassen an, halt jene, wo sein Profit am höchsten ist.

Und nun beginne ich mich zu fragen wie sich das bei den Pastoren von Kirchen verhält, welche sich durch Spenden und den geliebten Zehnten finanzieren.

In der Bibel gibt es so viele Stellen zum Thema Geld und den Umgang mit Geld und Besitz. Und beim Thema Zehnten berichtet die Bibel ebenfalls vom Armenzehnt und vom Festzehnten.

Wird nun in den Kirchen, welche sich durch Spenden finanzieren, ebenfalls der Festzehnte oder Armenzehnte gelehrt?

Vermutlich NEIN.

Die unabhängigen Pfarrer reduzieren ihre Theologie auf Maleachi etc. und sagen, dass nur in Ihrem Haus, nur in ihrer Scheune, nur in ihrer Kirche,… der Zehnte Segen generiert. Würdest du davon abweichen, dann gnade dir Gott!

Sind unabhängige Pastoren auf Spendenbasis nicht manchmal auch auf „Provisionen“ angewiesen und bei der Auslegung alles andere als unabhängig?

Denn ein seriöser Pfarrer würde ebenfalls über den Festzehnten sowie den Armenzehnten predigen…

Just my 2 cents

Der Zehnte polarisiert

Der Zehnte scheint zu polarisieren.
Im Menü werden unter Plus/Minus weiterführende Links aus beiden Lagern gelistet:

Wichtig:
Es geht hierbei allein um die Betrachtung, ob der Zehnte, wie es in einigen Glaubensgruppierungen gelehrt wird, auch wirklich biblisch ist. Finanzielle Unterstützung von Gemeinden wird vom Autor dieser Seite als wichtig angesehen solange keine Manipulation an Personen statt findet oder die Bibel als religiöse Basis verfälscht und missbraucht wird!

        

DerZehnte.ch ist online

Wann immer eine Gruppe von Personen sich zu einem Projekt entschliesst, braucht es meist GELD um eben dieses Projekt auch umsetzen zu können.

Selbst zu einem gemütlichen Feierabend-BBQ, braucht es mindestens  Fleisch und Getränke, um im gewohnten mitteleuropäischen Rahmen das Ereignis zelebrieren zu können. Wer was zu diesem Anlass mitbringt ist Organisationssache.

Würde nun jede teilnehmende Person Fleisch mitbringen, werden vermutlich die Getränke fehlen und umgekehrt. Ein Minimum an Organisation scheint sinnvoll. Meist passiert das intuitiv. Bringt eine Person alle Güter mit, so lässt sich Fairnesshalber die Summe auf dem Einkaufsbeleg auch auf alle Beteiligten umverteilen.

Wenn das Projekt nun Freikirche heisst, braucht es Geld. Gerade in kalten Wintermonaten ist jeder Gottesdienstbesucher froh, wenn die Heizkostenabrechnung auch wirklich beglichen wurde.

Aus eigenen Erfahrungen als Student kenne ich die Komforteinbusse, wenn Strom oder Wasser nicht bezahlt worden sind. Mahnungen älter als drei Monate können sehr schnell körperlich erfahrbar werden.

Es braucht einfach Geld. Dies betrifft alle Projekte. Landeskirche und Freikirche benötigen Geld. Je transparenter dies geschieht, umso besser.

Warum also diese Seite?

Wenn in Gebeten formuliert wird „Herr, bitte hilf mir, dass ich pünktlich meinen Zehnten zahle“ so überrascht mich diese subtile Form des Apells. Viele weitere derartige Erfahrungen um den Zehnten in Freikirchen haben mich motiviert mich mehr mit den Themen der Zehnte, die Bibel und Manipulation zu beschäftigen.

Jede Kirche braucht Geld. Und daran ist nichts Verwerfliches.

Wie jedoch teilweise mit dem Gewissen und der Seele von Gläubigen umgegangen wird, wird auf DerZehnte.ch differenziert betrachtet werden.